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	<title>Bewusstsein Archive - Dr. Claudia Tureček</title>
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	<description>Ich bin ausgebildete diplomierte Mentaltrainerin, Mentalcoachin, Kindermentaltrainerin und Lebens- und Sozialberaterin in Ausbildung unter Supervision.</description>
	<lastBuildDate>Tue, 03 Sep 2019 13:19:46 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Selbstreflexion fördert das Bewusstsein!</title>
		<link>https://www.claudiaturecek.at/bewusstsein-foerdern-fuer-mehr-selbstreflexion/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Claudia Turecek]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Jul 2019 14:19:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Selbstfindung]]></category>
		<category><![CDATA[Bewusstsein]]></category>
		<category><![CDATA[Selbsterfahrung]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstfindug]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstreflexion]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie können Sie Ihr Bewusstsein durch Selbstreflexion fördern, bzw. fordern? Lesen Sie weiter. Durch Zufall bin ich auf die &#8222;8 Todsünden der zivilisierten Menschen&#8220; im gleichnamigen Buch von Konrad Lorenz gestoßen. Schon 1972/1973 wollte er, wie er selbst schrieb, darauf hinweisen, dass jede Gefahr an Schrecklichkeit verliert, wenn ihre Ursachen erkannt sind. Er wollte mit [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Wie können Sie Ihr Bewusstsein durch Selbstreflexion fördern, bzw. fordern? Lesen Sie weiter.</p>



<p>Durch Zufall bin ich auf die &#8222;8 Todsünden<strong> </strong>der zivilisierten Menschen&#8220; im gleichnamigen Buch von Konrad Lorenz gestoßen. </p>



<p>Schon 1972/1973 wollte er, wie er selbst schrieb, darauf hinweisen, dass jede Gefahr an Schrecklichkeit verliert, wenn ihre Ursachen erkannt sind. Er wollte mit diesem „Büchlein“ ein wenig zur Verminderung der die Menschheit bedrohenden Gefahren beitragen.</p>



<p>Anfangs wusste ich
nicht so recht, was ich von diesem Titel halten soll, aber weglegen wollte ich
das Buch auch nicht. </p>



<h4><strong>Die Auflistung der 8 Todsünden machte mich sehr neugierig und lädt zur Selbstreflexion ein:</strong></h4>



<ol><li>Struktureigenschaften
und Funktionsstörungen lebender Systeme</li><li>Übervölkerung</li><li>Verwüstung
des natürlichen Lebensraumes</li><li>Wettlauf
der Menschheit mit sich selbst</li><li>Wärmetod
des Gefühls</li><li>Genetischer
Verfall</li><li>Abreißen
der Tradition</li><li>Indoktrinierbarkeit</li></ol>



<p>Ich persönlich kam
nicht umhin mir Gedanken zu diesen acht Todsünden zu machen. Und nun lade ich
Sie ebenfalls zum Nachdenken und Reflektieren ein. Mein Vorschlag an sie:</p>



<h4>„Selbstreflexion: Hinschauen, hin lesen und hinhören!“</h4>



<p>Was kommt bei Ihnen
hoch, wenn Sie diese Zeilen lesen?</p>



<p>Lorenz schreibt von der zunehmenden Überbevölkerung der Erde und den vielen sozialen Kontakten, die uns seiner Meinung nach dazu veranlassen und sogar zwingen uns aus Selbstschutz auf eine für ihn unmenschliche Art und Weise von allem abzuschirmen. Er warnt vor den auftretenden Aggressionen, die durch das Zusammenpferchen vieler Menschen auf engsten Raum verursacht wird. </p>



<h4>Und so geht’s weiter: </h4>



<p>Vorgänge, die die
Menschheit gefährden, sind – so Konrad Lorenz: „Die Verwüstung des natürlichen
Lebensraumes, die nicht nur die äußere Umwelt zerstört, in der wir leben,
sondern auch im Menschen selbst alle Ehrfurcht vor der Schönheit und Größe
einer über ihn stehenden Schöpfung.“</p>



<p>„… der Wettlauf der Menschheit mit sich selbst, der die Entwicklung der Technologie zu unserem Verderben immer rascher vorantreibt, die Menschen blind für alle wahren Werte macht und ihnen die Zeit nimmt, der wahrhaft menschlichen Tätigkeit der Reflexion zu obliegen.“</p>



<h4>Schon die ersten 4 der
8 Todsünden haben mir Gänsehaut beschert. Wie ging es Ihnen? </h4>



<p>Ich fühlte mich
irgendwie ertappt. Ich erlebe von Zeit zu Zeit tatsächlich auch immer noch bei
mir selbst, mich überflutet zu fühlen. Zum einen, von all den Impulsen und
Eindrücken der mittlerweile unzähligen Social-Media-Kanälen, die ich dann nur
zu gerne verfluche, zum anderen aber auch von meiner Umwelt und meinem Umfeld.</p>



<p>Letztendlich liegt es
doch aber bei mir, wieviel Zeit und Energie ich in den mittlerweile täglichen
Check der virtuellen Realität stecke, nicht wahr?</p>



<p>Es ist doch meine Entscheidung, wenn ich, getrieben von einem für mich manchmal unerklärlichen Drang etwas haben zu müssen, ins Einkaufszentrum hetze und mich mit Gleichgesinnten einpferchen lasse. In der Schlange bei der Kassa, habe ich nicht nur einmal einen Anflug von Aggression in mir aufkommen gespürt. </p>



<h4>Und Sie? Bereit durch Selbstreflexion ihr Bewusstsein zu fördern?</h4>



<p>Ich fühle mich von Zeit zu Zeit von meiner persönlichen Unruhe getrieben und laufe wie eine Wühlmaus auf Speed durch die Gegend. Der Wettlauf gegen mich selbst hat bereits begonnen. Ich drehe mich im Kreis und verfalle in ein unglaublich gehetztes und anstrengendes sowie müde machendes Verhalten. </p>



<h4>Blind werden für alle wahren Werte? </h4>



<p>Wohl möglich auch für meine persönlichen Werte? </p>



<p>Mir gefällt die
Beschreibung von Werten als Kompass oder einen Wegweiser an der Kreuzung. Sie
zeigen einem die Richtung an, wo man abbiegen soll und helfen uns, uns nicht zu
verlaufen. Kennen wir unsere persönlichen Werte, also das, was uns wichtig ist
und unser Leben bedeutsam macht, umso zielstrebiger können wir sein und umso
eher bewegen wir uns weg von unseren Problemen und hin zu unserer Lösung. </p>



<p>Meistens merke ich aber
auch erst viel zu spät, dass es an der Zeit ist, mich sogar von meinen Liebsten
und den vielen sozialen Kontakten zu entfernen und mich in Stille zurückzuziehen,
um einfach nur wieder für mich selbst zu sein, weil ich erschöpft bin. </p>



<p>Weil ich müde bin vom
ewigen Hin und Herrennen, vom Drang noch mehr zu erreichen, noch besser zu
werden, meinen und den Erwartungen anderer gerecht zu werden, schneller zu
sein, um noch mehr zu schaffen, gefällig zu sein, um anderen zu gefallen, nach
Anerkennung und Wertschätzung im Außen suche und mir einrede, noch mehr zu
brauchen, um glücklich zu sein. Erfüllen tut mich das alles in diesem Moment
jedoch nicht.</p>



<p>Haben Sie auch schon Bekanntschaft mit den „Quick Fixers“ gemacht: alles schnell, sofort, aber bitte nur vorübergehend, um jeden Preis und Hauptsache ultra leicht gelöst? </p>



<h2>Dabei wünsche ich mir doch nur eines: </h2>



<h4>Mal Pause machen. Mal Stop sagen. Zu mir finden. </h4>



<p>Für mich mittlerweile unverzichtbar,
um Mensch zu bleiben, in diesem strukturierten und immer funktionierenden (so
scheint es zumindest) System, das sich (überbevölkerte) Erde nennt. </p>



<p>Lorenz schreibt weiter,
dass der hastende Mensch nicht nur von Gier gelockt ist, denn die stärksten
Lockungen würden ihn nicht zu so einer energischen Selbstbeschädigung
veranlassen können, er ist getrieben, und was ihn treibt, kann nur Angst sein. </p>



<p>Auch ich sehe bei meiner Beratungsarbeit, dass „ängstliche Hast“ und „hastende Angst“ dazu führt, dass Menschen nicht mehr klar denken können, geschweige denn zur Selbstreflexion fähig sind. </p>



<h5>Aber ist Mensch dann
noch Mensch, wenn er aufhört eigenständig zu denken und mit den anderen
mitläuft, und sowieso immer nur läuft wie ein Hamster im Hamsterrad?</h5>



<p>Vorgänge, die die Menschheit gefährden, sind – so Konrad Lorenz „… der Schwund aller starken Gefühle und Affekte durch Verweichlichung. Fortschreiten von Technologie und Pharmakologie fördern eine zunehmende Intoleranz gegen alles im geringsten Unlust Erregende. Damit verschwindet die Fähigkeit der Menschen, jene Freuden zu erleben, die nur durch herbe Anstrengung beim Überwinden von Hindernissen gewonnen werden kann. Der naturgewollte Wogengang der Kontraste von Freud und Leid verebbt in unmerklichen Oszillationen namenloser Langeweile.“ </p>



<h4>Wow, oder, wie er den Wärmetod des Gefühls beschreibt?</h4>



<p>Ich erlebe schon des Öfteren, wie die persönliche Haltung, bzw. die Einstellung gewisse Hindernisse in den Weg legt und Widerstände erzeugt, und somit unsere Gedanken und unsere Gefühle beeinflusst. </p>



<p>Gerade, wenn es wichtig wäre, lösungsorientiert zu denken und Geduld zu haben, sind viele Menschen leider meist immer der Überzeugung, dass sofort, am besten ohne große Anstrengung und groß nachzudenken eine Lösung hermuss. </p>



<p>Am liebsten noch ein Rezept in die Hand gedrückt bekommen mit ein paar Beruhigungs-Tablettchen und natürlich der Garantie, dass es bald wieder bessergeht. Nur keine große Sache daraus und bitte, liebe Coaches, habt am besten gleich einen ordentlichen Ratschlag bei der Hand, wie ihr das Leben anderer endlich besser machen könnt!</p>



<h2>Dabei wünsche ich mir doch nur eines:</h2>



<h4>Menschen bestärken und ermutigen sich selbst zu finden, damit Sie ihr Leben selbst in die Hand nehmen können. </h4>



<p>„Das Abreißen der Tradition. Es wird dadurch bewirkt, dass ein kritischer Punkt erreicht ist, an dem es der jüngeren Generation nicht mehr gelingt, sich mit der älteren kulturell zu verständigen, geschweige denn zu identifizieren. Sie behandeln diese daher wie eine fremde ethnische Gruppe und begegnen ihr mit nationalem Hass. </p>



<p>Die Gründe für diese Identifikationsstörung liegen vor allem im mangelnden Kontakt zwischen Eltern und Kindern, was schon im Säuglingsalter pathologische Folgen zeitigt.“</p>



<p>„Schon heute wird
mancherorts ein Individuum, das sich der Wirkung der Massenmedien z.&nbsp;B.
des Fernsehers, bewusst entzieht, als pathologisch betrachtet. Die
entindividualisierenden Effekte sind allen jenen willkommen, die große
Menschenmassen manipulieren wollen. Meinungsbildung, Werbetechnik und geschickt
gesteuerte Mode helfen den Großproduzenten diesseits und den Funktionären
jenseits des Eisernen Vorhanges zu gleichartiger Macht über die Massen.“</p>



<h2>Dabei wünsche ich mir doch nur eines:</h2>



<h4>Dass die Menschen sich Zeit nehmen für sich, ihre Familie und sehen, worauf es wirklich im Leben ankommt und was wichtig ist.</h4>



<h4>Zu inspirieren, zu neuen Ideen einladen, Impulse geben, AHA Erlebnisse auszulösen.</h4>



<p>Ich kann gar nicht sagen,
was mich mehr fasziniert, bzw. gefesselt hat. Dass Konrad Lorenz sich an etwas
so Episches gewagt hat, dass er sich mit dem drohenden Untergang der Menschheit
beschäftigt, dass er den Begriff Todsünden verwendet, oder aber, dass er mit
einigen Punkten wirklich recht hatte? </p>



<p>Er schreibt, als hätte
er voraussehen können, was uns Menschen konditioniert, was uns in unserem
Denken beeinflusst und wodurch unser Handeln bestimmt wird. </p>



<p>Oder ist es wirklich
so offensichtlich gewesen, dass gewisse Dinge geschehen werden?</p>



<h4>Was haben wir
übersehen? Was übersehen wir?</h4>



<p>Mich hat dieses Buch
inspiriert, mich mal wieder mit mir selbst zu beschäftigen. </p>



<p>Darüber hinaus, was
habe ich als einzelne dazu beigetragen, dass das ein oder andere eingetroffen
ist?</p>



<p>Ich habe mich ertappt
gefühlt, und habe mich in dem von ihm Beschriebenen selbst wiedererkannt und
war ein wenig erschrocken, ehrlich gesagt. </p>



<h4>Selbstreflexion: Letztendlich hat es mir aber wunderbare Erkenntnisse gebracht. </h4>



<p>Über mich, wie und was ich zu dieser Menschheit beitrage und was ich zukünftig anders machen möchte und verändern möchte. Und ich habe einige Wünsche formuliert und freue mich sehr auf deren Erfüllung. </p>



<p>Das Schöne ist, je
bewusster ich mir „meiner eigenen Sünden“ bin, und je öfter ich mich dabei
ertappe, desto leichter gelingt es mir umzuschalten und die Perspektive zu
wechseln. </p>



<h4>Bei der Selbstreflexion ist es wichtig, dass ich merke, was oder wer mich auslaugt, ausbrennt und müde macht, oder nicht meinen Wertvorstellungen entspricht. </h4>



<p>Denn dann komm ich
mittlerweile rasch ins Tun. Einige Stunden der Selbsterfahrung, Selbstfindung
und der Beschäftigung mit mir selbst, später, haben mir geholfen, mein
Bewusstsein hinsichtlich dem, was mit guttut, zu schärfen.&nbsp; Ich verändere nicht nur mein Denken und somit
auch meine Gefühle und Emotionen, sondern ich ändere auch bewusst mein
Verhalten. </p>



<p>Es muss also nicht immer
die schnelle Lösung sein. Wie Konrad Lorenz geschrieben hat, jede Gefahr
verliert an Schrecklichkeit, wenn man erstmal ihre Ursachen kennt. </p>



<h4>Starten Sie noch heute mit der Selbstreflexion!</h4>



<p>Manchmal ist es vielleicht genug, erstmal die richtigen Fragen zu stellen! Und wohl möglich kann die Antwort auf diese Fragen sogar noch etwas auf sich warten!</p>



<p>Denn:</p>



<blockquote class="wp-block-quote"><p>„Man muss wie ein handelnder Mensch denken und wie ein denkender Mensch handeln“ </p><cite>Henri Bergson</cite></blockquote>



<p>Aus dem Buch von Konrad Lorenz: Die acht Todsünden der zivilisierten Menschheit, R. Piper &amp; Co. Verlag, München Zürich</p>



<p><strong>Weiterführende links, die Sie interessieren
könnten:</strong></p>



<p><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Die_acht_Tods%C3%BCnden_der_zivilisierten_Menschheit">https://de.wikipedia.org/wiki/Die_acht_Tods%C3%BCnden_der_zivilisierten_Menschheit</a></p>
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